Paul Celan – Todesfuge

Schwarze Milch der Frühe wir trinken sie abends
wir trinken sie mittags und morgens wir trinken sie nachts
wir trinken und trinken
wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng
Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt
der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland dein goldenes Haar Margarete
er schreibt es und tritt vor das Haus und es blitzen die Sterne er pfeift seine Rüden herbei
er pfeift seine Juden hervor läßt schaufeln ein Grab in der Erde
er befiehlt uns spielt auf nun zum Tanz

Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich morgens und mittags wir trinken dich abends
wir trinken und trinken
Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt
der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland dein goldenes Haar Margarete
Dein aschenes Haar Sulamith wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng

Er ruft stecht tiefer ins Erdreich ihr einen ihr andern singet und spielt
er greift nach dem Eisen im Gurt er schwingts seine Augen sind blau
stecht tiefer die Spaten ihr einen ihr andern spielt weiter zum Tanz auf

Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich mittags und morgens wir trinken dich abends
wir trinken und trinken
ein Mann wohnt im Haus dein goldenes Haar Margarete
dein aschenes Haar Sulamith er spielt mit den Schlangen
Er ruft spielt süßer den Tod der Tod ist ein Meister aus Deutschland
er ruft streicht dunkler die Geigen dann steigt ihr als Rauch in die Luft
dann habt ihr ein Grab in den Wolken da liegt man nicht eng

Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich mittags der Tod ist ein Meister aus Deutschland
wir trinken dich abends und morgens wir trinken und trinken
der Tod ist ein Meister aus Deutschland sein Auge ist blau
er trifft dich mit bleierner Kugel er trifft dich genau
ein Mann wohnt im Haus dein goldenes Haar Margarete
er hetzt seine Rüden auf uns er schenkt uns ein Grab in der Luft
er spielt mit den Schlangen und träumet der Tod ist ein Meister aus Deutschland

dein goldenes Haar Margarete
dein aschenes Haar Sulamith

LOOKISM was?wie?wo?

VERKÜRZTE VERSION – VOLLSTÄNDIGE KOMMT BALD

Jeder kennt es und fast alle leiden, wenn auch unterbewusst, darunter: die Einteilung von Menschen, aufgrund von meist unbeeinflussbaren Äußerlichkeiten, in eine schön, hässlich und normal Kategorie. Dieser Vorgang, der von der Gesellschaft auf Individuen, aber auch von den meisten Personen auf sich selbst angewendet wird, wird als Lookism bezeichnet.
Beschrieben wird die von der Gesellschaft betriebene Konstruktion und Anwendung von Schönheitsidealen auf Individuen.
Das allgemein geltende Schönheitsempfinden der Gesellschaft ist nicht natürlich gegeben, sondern wird dir Tag für Tag von den öffentlichen Medien, am Arbeitsplatz, auf der Straße und dem Schulhof suggeriert.
Genau das ist das Problem: Den Menschen wird die Freiheit genommen ein individuelles Schönheitsbild zu entwickeln. Immer werden einem Musiker_innen, Topmodels und Schauspieler_innen vor Augen gehalten. Diese sollen die personifizierte Schönheit darstellen, das höchst Erstrebenswerte des guten Aussehens. Die Masse richtet sich nach dem, was in den Massenmedien(!) vorgemacht wird und versucht sich dem anzupassen, ein Trend ist geboren. Leicht fällt es zu behaupten, dass dies eben genau jenes Schönheitsbild ist, welches man aus sich selbst heraus „halt einfach am schönsten findet“, wo mensch also eine natürliche Schönheit zu erkennen glaubt. Demnach, beurteilen sich Menschen auch selbst als schön und hässlich. Menschen, welche sich selbst als unattraktiv sehen, fühlen sich den ganzen Tag über unwohl (beschissen) und grenzen sich oft schon von alleine, von anderen Menschen ab. Selbst jene, welche allgemein als schön gelten, reden sich diverse körperliche Makel ein, die es zu überbrücken oder zu beseitigen gilt. So genannte „natürliche“ Schönheitsideale sind jedoch ausschließlich fabriziert. Ein gutes Beispiel dafür ist der heutige Trend nach kontinuierlichen Besuchen in Solarien, was jedoch noch vor wenigen Jahrzehnten, als „Verniggerung“ bezeichnet wurde, und damit im Großen und Ganzen von der europäischen Bevölkerung, als das höchste Maß an Hässlichkeit galt.
Ein besonders krasses Maß nach körperlicher Anpassung stellen so genannte „Schönheitsoperationen“ dar, welche einen äußerst aggressiven Eingriff in den menschlichen Organismus bedeuten. Neben dem Fettabsaugen, versuchen sich viele auf ein gesellschaftlich festgelegtes Idealgewicht herunter zu hungern. Regelmäßig erkranken gerade Models, deren Beruf es ist, das gesellschaftlich konstruierte Schönheitsideal zu reproduzieren, an gefährlichen Krankheiten wie z B. Magersucht und Bulimie. Dazu kommen erhebliche Knochenschäden, welche durch den Abbau der Körpermuskulatur verursacht werden. Das Feld der durch Nährstoffmangel verursachten Leiden ist groß.
Wer nicht bereit ist, sich solch einem angeblich natürlichen, jedoch in Wirklichkeit einfach nur fabrizierten Schönheitsideal zu unterwerfen, in soweit es Menschen möglich ist, riskiert von seinem_ihrem sozialem Umfeld als hässlich bezeichnet zu werden und wird (nicht nur in der Schule) schnell ausgegrenzt und Ziel von Mobbing. Jeder sollte sich fragen, was „schön“ und „hässlich“ eigentlich ist und vor allem wer? Was viele nicht begreifen wollen ist, dass jeder nur für sich selbst, also ganz individuell, festlegen kann und auch muss, was er schön findet. Das dies oft nicht respektiert wird, ist trauriger Alltag an den mensch sich schon längst gewöhnt hat.
Gerne wird behauptet, der zivilisierte Mensch, hat sich der Evolution, also der natürlichen Auslese entzogen, da er_sie nicht mehr den Kampf ums Überleben führt, sondern in einem sozialen Staat lebt, welcher rein theoretisch in der Lage ist, jedem Menschen eine sichere Existenz zu ermöglichen. In Wirklichkeit haben sich die Bedingungen der Auslese jedoch bloß geändert. Während es früher darum ging den harten natürlichen Bedingungen seiner Umwelt angepasst zu sein, zählt es heute in wieweit die jeweilige Person dem vorherrschendem Schönheitsideal entspricht, da diese „Sexy People“ schneller bzw. öfter sexuelle Beziehungen aufbauen und dadurch tendenziell mehr Nachkommen zeugen.
Das „hässliche Entlein“ welches mit 40 Jahren immer noch keine_n Lebenspartner_in gefunden hat, wird zum_zur evolutionärem_n Aussteiger_in ausgegrenzt. Unserer Meinung nach, sollten jedoch alle Menschen ihre_n Partner_innen nach eigenen Kriterien wählen und beurteilen. Schließlich kommt wahre Schönheit immer noch von Innen!
Letztendlich sind sich nur wenige wirklich bewusst, dass sie ihr Gegenüber über ein lookistisches Verhalten permanent ausgrenzen und ihn_ihr in ihrer_seiner freien Entwicklung stark einschränken bzw. diese gar nicht erst zulassen, also total verhindern.

Wir verlangen nicht, dass ihr niemanden mehr attraktiv finden sollt und ihr sollt auch nicht jeden schön finden. Wir denken bloß, dass mensch niemanden auf Grund seines Aussehens ab- oder aufgewerten sollte. Denkt einmal darüber nach.

EIN TEXT DES PINNEBERGERRUPPENSTERN’s

Graffiti hates Repression

Hier ein Artikel den wir euch nicht vorenthalten wollen!

Es ist 4.00 Uhr morgens und du sitzt in einer Gefangensammelstelle oder auf sonst irgendeinem Polizeirevier? Da wird wohl etwas falsch gelaufen sein… Sicherheitsdienste, Zivilbullen, Kameras oder einfach Aktivbürger_innen wurden dir beim illegalisierten Malen zum Verhängnis. Zu guter Letzt wirst du von der ach so netten und verständnisvollen Sozialpädagogin gefragt, ob du nicht auch genauso gut an einer legalen Wand hättest sprühen können. Spätestens jetzt wird dir klar: Sie hat keine Ahnung!
Graffiti ist nicht nur als städteverschönendere Kunst, welche dem ästhetischem Empfinden der Gesellschaft entsprechen soll, anzusehen. Der Punkt ist ja gerade, dass Graffiti gegen das Gesetz gerichtet ist, sich der herrschenden Ordnung widersetzt und der Reiz in der Illegalität und Subversivität liegt, kurzum eine kritische Jugendkultur repräsentiert. Und natürlich – ein fettes Straßenbombing sieht alle mal ansprechender aus als langweilige Reklame. Schließlich sollte jede_r die Umgebung in der er_sie lebt mitgestalten können.
Um unangenehmen Erfahrungen mit der Polizei und diversem anderen aus dem Weg zu gehen sind hier ein paar Tipps, die zwar allgemein bekannt sind, aber trotzdem von vielen immer wieder ignoriert werden, womit mensch sich nicht selten in große Gefahren begibt.

1. Bevor du richtig loslegst, solltest du dein Zimmer, von beispielsweise Skizzen, Blackbooks, Utensilien fürs Malen und Fotos von Graffitis, von denen nicht eindeutig feststeht, dass du nicht der_die Künstler_in warst, säubern. Am Besten schaffst du das ganze Zeug zu einer Person, die mit deinem Vorhaben nichts zu tun hat und nicht direkt mit dir in Verbindung gebracht werden kann.
2. Wie meistens, ist es auch beim illegalisierten Malen sicherer und angenehmer, mit zwei bis drei verlässlichen Freund_innen unterwegs zu sein. Das Beste ist es, wenn mindestens eine Person Schmiere steht und die anderen bei Gefahr, z.B. durch lautes Husten, warnt. Du solltest außerdem einem_einer Freund_in Bescheid sagen, dass er_sie einen_einer Anwalt_Anwältin kontaktiert, falls du dich nicht meldest.
3. Du solltest belastende Dinge (z.B. Cans) niemals ohne Handschuhe anfassen und dafür sorgen, dass sich keine Fingerabdrücke auf ihnen befinden (auch in Stresssituationen, wie z.B. Bullenaction, eventuell belastende Beweise nicht ohne Handschuhe anfassen).
4. Besichtige den Ort an dem du arbeiten willst vorher, damit du entsprechende Vorkehrungen treffen kannst (Vermummung aufgrund von Kameraüberwachung, Ausfindung machen von Fluchtwegen, Farbe und Material Verstecken etc.).
5. Sei vor, während und nach der Aktion so leise wie möglich (um unnötige Geräusche zu vermeiden, kannst du die Dosen bereits zuhause schütteln und stärkere Magneten an ihnen befestigen).
6. Lass nach dem Malen leere Cans auf dem Boden liegen und entsorge möglichst schnell benutzte Caps und Handschuhe.
7. Es ist von Vorteil im Radius des Aktionsraumes ein Fahrrad stehen zu haben , mit welchem du nicht nur schneller sondern meistens auch unauffälliger bist.
8. Solltest du doch verhaftet werden, dann sag nichts über die Tat, denn sie können dich meistens nur rankriegen, wenn eine konkrete Tatbeteiligung nachgewiesen werden kann oder du ein Geständnis ablegst. Außer Angaben zu deiner Person solltest du gar nichts sagen.
9. Oft folgt nach illegalen künstlerischen Ergüssen mit Polizeikontakt eine Hausdurchsuchung der Betreffenden. Ist dies der Fall, dann wirst du wahrscheinlich sehr früh rausgeklingelt. Das Wichtigste ist Ruhe zu bewahren. Die Polizei hat nur das Recht die Räume der Beschuldigten, sofern mit Namen beschriftet (z.B. Schafzimmer, Wohnzimmer) und gemeinsam zu nutzende Räume (Keller, Küche etc.), zu durchsuchen. Falls etwas beschlagnahmt wird, solltest du es dir quittieren lassen. Es steht dir zu eine neutrale Person als Zeug_in hinzuzuziehen.
Es gibt dazu ein sehr informatives Video über eine Stunde auf dem Streetart&Kram Blog .

Lasst euch trotz allem nicht unterkriegen und vergesst den Spaß an der Sache nicht …in diesem Sinne

Keep on rocking!

skater video

Interessantes Video auf Youtube… Zu sehen sind russische Skater_innen welche sich gegen Nazis …solidarisieren… Was meint ihr dazu?